Vereinsgeschichte

Die Idee zur Gründung eines Fördervereins geht auf den früheren Chefarzt der Neuropädiatrischen Abteilung der Schön Klinik Vogtareuth, Herrn Dr. Michael Laub zurück. Er hatte gelegentlich kleinere Geldbeträge von Eltern erhalten, die er dann an besonders bedürftige Familien weitergab. „Wenn man nun einen Verein gründen würde, der berechtigt ist, Spendenbescheinigungen auszustellen, bekämen wir vielleicht häufiger Spenden und könnten dadurch mehr Familien helfen“ – das war seine Überlegung. Gedacht war an eine finanzielle Unterstützung, z.B. beim Kauf von Windeln, Strampelanzügen o.ä.

Mit der Trauer über den plötzlichen Tod Herrn Dr. Laubs im Mai 1997 starb zunächst auch der Gedanke an einen Verein. Erst Ende 1998 Anfang 1999 wurde diese Idee von seinem ehemaligen Team wieder aufgenommen. Im Juni 1999 wurde der gemeinnützige Verein „Silberstreifen“, Verein zur Unterstützung und Förderung neurologisch kranker Kinder Vogtareuth e.V. von Eltern erkrankter Kinder, Mitarbeitern der Abteilung und dem neuen Chefarzt, Herrn Dr. Hans Holthausen gegründet.

Satzungsgemäß werden von uns alle Kinder mit neurologischen Erkrankungen unterstützt, der Schwerpunkt liegt jedoch bei Kindern, die in der Neuropädiatrischen Abteilung der Schön Klinik Vogtareuth betreut werden.

Die Klinik für Neuropädiatrie und Neurologische Rehabilitation, Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche der Schön Klinik Vogtareuth ist heute eine der größten internationalen kinderneurologischen Kliniken. Das Aufgabengebiet umfasst die Diagnostik und Therapie aller Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskulatur – vom Säuglingsalter bis zum jungen Erwachsenenalter.

Beispiele sind:

  • angeborene oder erworbene Erkrankungen des zentralen und/oder peripheren Nervensystems
  • Querschnittslähmungen
  • Schwere und schwerste Schädel-Hirn-Verletzungen, z.B. nach Verkehrsunfällen oder Beinahe-Ertrinken
  • Alle Formen von Epilepsie, die konservativ oder chirurgisch zu behandeln sind
  • Neurologische Folgeerkrankungen nach Hirn- oder Rückenmarktumoren
  • Schwere neurologische Folgeschäden nach Misshandlungen
  • Unklare Entwicklungsstörungen von Sprache, Motorik und Denken

Viele dieser Kinder liegen im sog. Wachkoma, auch apallisches Syndrom genannt und werden von Eltern, Pflegepersonal, Therapeuten und Ärzten rund um die Uhr gepflegt.
Über die körperliche Beeinträchtigung hinaus bedeutet eine neurologische Erkrankung für das betroffene Kind und dessen Angehörige oft eine enorme psychische, für die Familie zusätzlich häufig auch eine starke finanzielle Belastung.

Um den Familien neben der medizinischen Betreuung Entlastung und Hilfe zu bieten, wurde der Verein ins Leben gerufen.

„Silberstreifen“ e.V. ist beim Registergericht des Amtsgerichts Traunstein unter dem Aktenzeichen VR 41762 eingetragen. Die Gemeinnützigkeit ist durch das Finanzamt Rosenheim, Steuernummer 156/110/70990, anerkannt.